Ein häufiges Requisit und heiß verehrt: Die Bankers Lamp

Wer kennt sie nicht: sie besteht aus einem grünem Glasschirm und einem Messingfuß und steht gerne mal auf dem Chefschreibtisch, in Bibliotheken und Anwaltskanzleien. Natürlich auch in Banken, versteht sich. Die Rede ist nämlich von der Banker Lampe.

Ich kannte sie zuerst nur aus US-amerikanischen Filmen, in denen die charakteristische Lampe sehr verbreitet ist bis ich sie eines Tages auf dem Schreibtisch meines Vorgesetzten einer Presseabteilung sah. Was mich damals sehr wunderte. Mein Chef war damals auch noch verhältnismäßig jung und auch sehr locker – fand ich die Lampe doch schon immer etwas altbacken. Woher kommt also der Charme der Banker Lampe und was sagt sie über ihren Besitzer aus?

Die Banker Lampe stammt aus Zeiten des Art deco und strahlt ein nach unten gerichtetes weißes gedämpftes Licht aus ohne zu blenden. Sie ist daher ideal für die Arbeit am Schreibtisch geeignet und liegt bei einem durchschnittlichen Preis von 200 Euro im höheren Preissegment. Der Schirm einer echten Bankers Lampe ist mundgeblasen uns hat insgesamt drei verschiedenfarbige Schichten. Vom Design erinnert sie mich, da bin ich wohl von den typischen US-Filmen geprägt, an wuchtige Holzverkleidungen an den Wänden und einen wuchtigen Schreibtisch aus dunklem Massivholz.

Fans dieser Leuchte haben daher häufig einen klassischen Geschmack, in dessen Wohnstil sich diese Lampe wunderbar einfügt. Da sie perfekt für die Arbeit am Schreibtisch geeignet ist und nicht nur als bloße Hintergrundbeleuchtung sorgen soll, verbringen ihre Besitzer viel Zeit am Schreibtisch und das vornehmlich in den Abendstunden, da man hier für gewöhnlich erst eine Lampe benötigt. Auch der Preis, welcher von mir schon für die etwas günstigeren originalen Modelle angesetzt wurde, lässt auf eher kaufstarke Konsumenten schließen.

Alles in allem: Leider nichts für mich, da ich zum Arbeiten natürliches Tageslicht bevorzuge und meine Zeit abends gerne mit Freunden in etwas dezenter beleuchteten Lokalen oder auf meinem heimischen Sofa verbringe. Solch eine Lampe würde sich wohl auch nicht ganz so gut mit meinen Einrichtungsstil vereinbaren lassen, dennoch kann ich den Charme, der von diesem Modell ausgeht, inzwischen durchaus nachvollziehen. Und sollte ich irgendwann in meinem Leben mal meine eigene Bibliothek besitzen, eine ausreichende Anzahl an Büchern wäre sogar schon vorhanden, an der Bibliothek hapert es leider, würde auch ich mir eine original Bankers Lamp zulegen.

Darf ich vorstellen? Meine neue Badezimmerlampe…

… ich nenne sie liebevoll Chérie.

Da habe ich nun schon einen eigenen Lampenblog und habe bisher noch keine einzige Lampe beschrieben. Um diesem haarsträubenden Zustand endlich ein Ende zu setzen, möchte ich euch meine bzw. unsere (ich wohne mit meinem Freund zusammen) neue Badezimmerlampe zeigen. Ausgesucht und erworben habe ich das gute Stück, also kann ich sie wohl ohne schlechtes Gewissen auch als meine Lampe bezeichnen. Nach nun insgesamt zwei Jahren (ja, wir haben seit zwei Jahren eine gemeine Glühbirne in unserem Badezimmer hängen) haben wir uns an den optischen Umstand der Birnenform irgendwie gewöhnt und fänden es schade, dies nun grundlegend zu ändern. Ich persönlich fühle mich in einer mir bekannten Umgebung sowieso viel wohler. Welch ein Glück, dass ich dieses Modell in einem Möbelhaus entdeckt habe. (Nein, es war kein schwedisches Möbelhaus.) Da hing sie nun, MEINE neue Lampe. Es gab sie in rosa, blau und weiß. Und weil blau nun mal am besten in unser Bad passt, viel uns die Entscheidung nicht schwer. Unsere Gäste sollen ja schließlich zumindest in der Farbe einen Unterschied zum Vorgängermodell feststellen ;-)

Nun könnte man fragen, warum gerade ich nicht schon viel früher eine passende Lampe gefunden habe? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Es sollte wohl bisher einfach nicht sein. Ich war auf der Suche nach etwas Besonderem und eines Tages entdeckte ich dieses hübsche Schmuckstück. Ich bin zufrieden, also ist es mein Freund auch. Was will man(n) schließlich mehr? ;-)