Trendfarbe Lila macht auch vor der Inneneinrichtung nicht Halt

Seit 2010 ist sie DIE Trendfarbe schlechthin: Zuerst von den Designern edler Kleidung und Modeaccessoires dazu gekürt, findet man sie heute zunehmend auch in Einrichtungshäusern.

Violett – negative Eigenschaften?

Violett ist seit jeher die Farbe der Geister, der Magie und des Geheimnisvollen – einer mystischen, nicht greifbaren Sphäre also. Außerdem steht sie für Unlust und Unzufriedenheit. Gleich zwei Gründe, weshalb Violett auch lange Zeit als verpönt gegolten hat.

Weil die Farbe in der Natur ebenfalls nur selten vorkommt, wird sie außerdem als sehr künstlich interpretiert. Dabei leitet sich der Name Violett aus dem französischen Begriff violette ab – der Bezeichnung für Veilchen. Flieder und Veilchen sind es nämlich, die namensgebend für diese schöne Farbe waren.

Violett fördert unsere seelische Balance

Doch die aktuelle Modefarbe hat nicht nur „schlechte“ Eigenschaften. Gleichzeitig soll Lila nämlich das seelische Gleichgewicht fördern. Im Einrichtungshaus von Möbel Mahler in Siebenlehn habe ich folgende lila Schönheiten entdeckt.

Trendfarbe-Lila_webGrund genug also, lilafarbene Accessoires, Möbel oder Teppich- und Wandfarben in seine Inneneinrichtung zu integrieren. Schließlich können wir alle ein bisschen mehr seelisches Gleichgewicht vertragen ;)

Falls ihr also auf der Suche nach neuen Einrichtungsideen seid: Ein Bummel durch ein Einrichtungshaus eurer Wahl wirkt wahnsinnig inspirierend und ist sehr zu empfehlen. Aber Vorsicht: Spontankäufe sind nicht ausgeschlossen ;)

Ein häufiges Requisit und heiß verehrt: Die Bankers Lamp

Wer kennt sie nicht: sie besteht aus einem grünem Glasschirm und einem Messingfuß und steht gerne mal auf dem Chefschreibtisch, in Bibliotheken und Anwaltskanzleien. Natürlich auch in Banken, versteht sich. Die Rede ist nämlich von der Banker Lampe.

Ich kannte sie zuerst nur aus US-amerikanischen Filmen, in denen die charakteristische Lampe sehr verbreitet ist bis ich sie eines Tages auf dem Schreibtisch meines Vorgesetzten einer Presseabteilung sah. Was mich damals sehr wunderte. Mein Chef war damals auch noch verhältnismäßig jung und auch sehr locker – fand ich die Lampe doch schon immer etwas altbacken. Woher kommt also der Charme der Banker Lampe und was sagt sie über ihren Besitzer aus?

Die Banker Lampe stammt aus Zeiten des Art deco und strahlt ein nach unten gerichtetes weißes gedämpftes Licht aus ohne zu blenden. Sie ist daher ideal für die Arbeit am Schreibtisch geeignet und liegt bei einem durchschnittlichen Preis von 200 Euro im höheren Preissegment. Der Schirm einer echten Bankers Lampe ist mundgeblasen uns hat insgesamt drei verschiedenfarbige Schichten. Vom Design erinnert sie mich, da bin ich wohl von den typischen US-Filmen geprägt, an wuchtige Holzverkleidungen an den Wänden und einen wuchtigen Schreibtisch aus dunklem Massivholz.

Fans dieser Leuchte haben daher häufig einen klassischen Geschmack, in dessen Wohnstil sich diese Lampe wunderbar einfügt. Da sie perfekt für die Arbeit am Schreibtisch geeignet ist und nicht nur als bloße Hintergrundbeleuchtung sorgen soll, verbringen ihre Besitzer viel Zeit am Schreibtisch und das vornehmlich in den Abendstunden, da man hier für gewöhnlich erst eine Lampe benötigt. Auch der Preis, welcher von mir schon für die etwas günstigeren originalen Modelle angesetzt wurde, lässt auf eher kaufstarke Konsumenten schließen.

Alles in allem: Leider nichts für mich, da ich zum Arbeiten natürliches Tageslicht bevorzuge und meine Zeit abends gerne mit Freunden in etwas dezenter beleuchteten Lokalen oder auf meinem heimischen Sofa verbringe. Solch eine Lampe würde sich wohl auch nicht ganz so gut mit meinen Einrichtungsstil vereinbaren lassen, dennoch kann ich den Charme, der von diesem Modell ausgeht, inzwischen durchaus nachvollziehen. Und sollte ich irgendwann in meinem Leben mal meine eigene Bibliothek besitzen, eine ausreichende Anzahl an Büchern wäre sogar schon vorhanden, an der Bibliothek hapert es leider, würde auch ich mir eine original Bankers Lamp zulegen.

Wie romantisch ist doch so ein Kaminfeuer…

Ja, ich weiß: Der Wonnemonat Mai ist eigentlich nicht gerade die typische Jahreszeit für ein Kaminfeuer. Doch in diesem Jahr ist mir gerade heute nach genau einem solch wärmenden Feuer. Draußen ist es mal wieder grau, die Regentropfen prasseln gegen mein Fenster und eigentlich ist es mir persönlich viel zu kalt für diese Jahreszeit. Also ab auf die Couch, Füße in die Decke gewickelt und mit einer aktuellen Zeitschrift gemütlich gemacht.

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Zugegeben: Es fühlt sich etwas gewöhnungsbedürftig an im Frühjahr den Holzvorrat im heimischen Garten zu plündern, aber das Wetter zwingt mich einfach dazu. Und so ein Kaminfeuer ist doch einfach herrlich romantisch. Egal, ob allein mit einem spannenden Buch oder zu zweit mit dem Liebsten. Allemal besser als draußen zu frieren. Und wenn ich mir meine Katze so anschaue, wie sie schnurrend ihr mittägliches Nickerchen auf meinem Schoß hält, weiß ich: Heute habe ich alles richtig gemacht.

Darf ich vorstellen? Meine neue Badezimmerlampe…

… ich nenne sie liebevoll Chérie.

Da habe ich nun schon einen eigenen Lampenblog und habe bisher noch keine einzige Lampe beschrieben. Um diesem haarsträubenden Zustand endlich ein Ende zu setzen, möchte ich euch meine bzw. unsere (ich wohne mit meinem Freund zusammen) neue Badezimmerlampe zeigen. Ausgesucht und erworben habe ich das gute Stück, also kann ich sie wohl ohne schlechtes Gewissen auch als meine Lampe bezeichnen. Nach nun insgesamt zwei Jahren (ja, wir haben seit zwei Jahren eine gemeine Glühbirne in unserem Badezimmer hängen) haben wir uns an den optischen Umstand der Birnenform irgendwie gewöhnt und fänden es schade, dies nun grundlegend zu ändern. Ich persönlich fühle mich in einer mir bekannten Umgebung sowieso viel wohler. Welch ein Glück, dass ich dieses Modell in einem Möbelhaus entdeckt habe. (Nein, es war kein schwedisches Möbelhaus.) Da hing sie nun, MEINE neue Lampe. Es gab sie in rosa, blau und weiß. Und weil blau nun mal am besten in unser Bad passt, viel uns die Entscheidung nicht schwer. Unsere Gäste sollen ja schließlich zumindest in der Farbe einen Unterschied zum Vorgängermodell feststellen ;-)

Nun könnte man fragen, warum gerade ich nicht schon viel früher eine passende Lampe gefunden habe? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Es sollte wohl bisher einfach nicht sein. Ich war auf der Suche nach etwas Besonderem und eines Tages entdeckte ich dieses hübsche Schmuckstück. Ich bin zufrieden, also ist es mein Freund auch. Was will man(n) schließlich mehr? ;-)

Wie die Lampe zu Pixar kam

Jedes Kind kennt sie: Die kleine hüpfende Lampe, die uns die Animationsfilme von Pixar ankündigt. Doch woher kommt sie eigentlich? Sitzen bei Pixar in Kalifornien auch große Lampenfans, die diesem häufig vernachlässigten Einrichtungsgegenstand ein Denkmal setzten wollten? Aufgepasst liebe Mamis, Papis, Onkel oder Tanten! Hier kommt die wahre Geschichte über die kleine ballspielende Lampe.

Zur Einstimmung hier erst mal die Story: Eine kleine Lampe namens Luxo Jr. spielt wild mit einem kleinen Ball, schießt diesen hin und her und hüpft so lange auf ihm herum bis er schließlich platzt. Verdutzt und etwas beschämt schafft er den platten Ball zur Seite. Die größere Lampe Luxo hofft, es sei nun vorbei mit der Spielerei. Doch kurz darauf erscheint die kleinere Lampe mit einem neuen, noch viel größeren Ball.

Luxo Jr. kam 1986 an der Ostküste Kaliforniens auf die Welt (Lux ist übrigens das lateinische Wort für Licht). Die ganze Welt war begeistert von der kleinen drolligen Lampe. Nicht nur Kinder und Junggebliebene, auch Firmenchefs, Computerspezialisten und Filmmacher verliebten sich in Klein-Luxo, einen Meilenstein in der Geschichte der Computeranimation. Noch im selben Jahr wurde er für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert. Den Preis hat der Kurzfilm leider nicht bekommen, dafür aber unsere Herzen im Sturm erobert. Heute ist die putzige Lampe das einprägsame Firmensymbol der Pixar Animationsstudios.

Der Verlust der Nacht

Künstliches Licht ist wie Feuer eines der bedeutendsten Phänomene unserer Kulturgeschichte. Es ermöglicht uns den natürlichen Tag-Nacht-Gesetzen zu entfliehen und auch bei Dunkelheit zu sehen. Doch welche Auswirkungen hat das eigentlich auf unseren natürlichen Biorhythmus? Tickt unsere innere Uhr jetzt anders als vor 100 Jahren, als wir uns noch auf Sonne und Mond verlassen mussten?

Fakt ist: Licht hat einen großen Einfluss auf unser Zentrales Nervensystem, unsere Hormone und unseren gesamten Stoffwechsel. Das menschliche Befinden hängt stark von unserem Biorhythmus ab, der uns sagt, ob wir gerade munter sind oder lieber schlafen sollten. Verantwortlich dafür sind Reizempfänger in unseren Augen, die auf das vorhandene Licht reagieren. Bei kaltem Licht sorgen sie dafür, dass unser Körper das Aktivitätshormon Cortisol ausschüttet, welches uns wach und aufnahmebereit macht. Bei warmweißem Licht produzieren wir Melatonin, was uns entspannt und schläfrig macht. Die permanente Verfügbarkeit  von künstlichem Licht hat inzwischen bei vielen von uns den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus verschoben.

Während die Menschen früher fast ausschließlich am Tag aktiv waren, lassen wir heute vor dem Schlafen gehen vorsichtshalber die Jalousien runter, damit wie ja nicht zu früh von der Sonne geweckt werden. Abends schalten wir dann unsere Lampen an und ziehen von Bar zu Bar. Wir können uns nicht mehr auf unsere innere Uhr verlassen.

Ob wir das Verlust oder Bereicherung empfinden, müssen wir für uns selbst entscheiden. Wichtig ist, dass wir unser natürliches Ruhe- und Erholungsbedürfnis nicht vernachlässigen. Da sich dieses von Natur aus aber nun mal am besten nachts befriedigen lässt, sprechen Lichtforscher und Umweltschützer in diesem Zusammenhang auch von Lichtverschmutzung, da insbesondere in Großstädten durch den Einsatz von zu viel Kunstlicht durch Straßenbeleuchtung, Leuchtreklamen und Flutlichtanlagen die Nacht regelrecht zum Tag gemacht wird. Die Folgen sind oft Schlaflosigkeit oder Übermüdung, der Verlust der Wahrnehmung des natürlichen Sternenhimmels und ein gestiegener Energieverbrauch. Doch zum Glück beschleicht uns mit zunehmendem Alter nicht nur die Weisheit, sondern auch die Müdigkeit und wir gehen abends wieder früher ins Bett, stehen morgens zeitiger auf und schütteln den Kopf über unsere Kinder, die nach einer durchzechten Nacht bis mittags im Bett liegen. Wir sehen also, unsere innere Uhr tickt nur eine gewisse Phase in unserem Leben anders, letztendlich siegt jedoch unser natürlicher Biorhythmus über die einnehmenden Machenschaften der Lichtindustrie. ;)